PRAXISBEISPIELE
 

Sigrid Hendricksen/Ulrike Groeger – Frida Levy Gesamtschule
Zusammenarbeit Exile Kulturkoordination e.V. mit der Frida Levy Gesamtschule in Essen


„Ein starkes Stück Deutschland“ / „Rassismus- Nein!“ / „Barfuss - Nackt - Herz in der Hand“

Die brisantesten Ziele von Schulprogrammen, wie Zivilcourage, Toleranz, Gleich-berechtigung, multikulturelle Erziehung, entziehen sich in ihrer Umsetzung in Lernprozesse der rein kognitiven, in Fachcurricula eingebundenen Behandlung.

Es sind übergeordnete Ziele der Persönlichkeitsentwicklung, die, sobald sie von LehrerInnen zum Unterrichtsgegenstand gemacht werden von der Lebenswirklichkeit der Schüler-Innen abgekoppelt erscheinen. Die Ausstellungen „Ein starkes Stück Deutschland“ und „Rassismus - Nein“ und ihre Rezeption und Reflektion mit einem externen Fachreferenten ermöglichen eine Auseinander-setzung über diese „echte“ Themen aus der Lebens-wirklichkeit von SchülerInnen im Rahmen schulischer Lernprozesse.

 

Schon die Tatsache, dass diese in der Schule zum Thema werden, ohne im Unterricht vergegenständlicht zu werden, öffnete die Köpfe, beflügelte das Denken und bietet für einen externen Referenten einen fruchtbaren Boden. So kann sich Schule öffnen für die Auseinander-setzung mit Alltagsthemen der SchülerInnen und macht Lernen im wirklichen Leben möglich. Insbesondere der ungewöhnliche Zugang über die Karikaturenausstellung „Rassismus – Nein!“ bot Anlass zum Fragen stellen. Die entstandenen Irritationen, Überraschunsgmomente und Verfremdungen konnten als didaktisch-methodische Elemente und für die Konstituierung von ganzheitlichen Lernprozessen genutzt werden. Dass der organisatorische Aufwand des Auf- und Abbaus und der Betreuung der Ausstellung die SchülerInnen in verantwortliche Aufgaben bindet ist nur ein weitere positiver Nebenffekt, der gut in den schulischen Ablauf einzubinden ist.

 

Die Einbindung des Theater-stücks „Barfuß – Nackt – Herz in der Hand“, in dem die SchülerInnen eine rezipierende Rolle einnehmen, benötigt für ganzheitliche Lernprozesse eine Nacharbeit in einer kleinen Lerngruppe. Eine spiel- oder theaterpädagogische Arbeit in kleinen Gruppen zum Thema könnte an die Inhalte des Theaterstückes anknüpfen. Ein Gespräch mit dem Schauspieler in kleinen Gruppen könnte die Thematik ebenfalls vertiefen. Das Theaterstück bietet mit der Perspektive eines „Betroffenen“ den Anlass über die Situation von MigrantInnen in unserer Gesellschaft zu sprechen, und kann so als Einstieg in oder Facette des Themas ein Stück Lebenswirklichkeit in schulische Lernprozesse transportieren. Der Aufwand, dies zu realisieren, ist ein größerer als bei den Ausstellungen, könnte aber als Aufgabe eines SchülerInnenteams einen Beitrag zur Gestaltung einer offenen Schule darstellen.


Wir bieten:

• Beratung zur Vorbereitung, Durchführung und Finanzierung von Schulveranstaltungen,    Projekttagen oder –wochen
• Hilfestellung bei der Suche nach Referentinnen und Referenten zu Themen des     „Globalen Lernens“
• Hilfestellung bei der Suche nach weiteren außerschulischen Bildungsträgern zum     „Globalen Lernen“

Rufen Sie uns an!
Schreiben Sie uns!
Senden Sie uns eine Email!
Laden Sie uns ein!