LEBEN SOLIDARISCH GESTALTEN LERNEN

 

Leben und Arbeiten mit Menschen von anderen Kontinenten

Die Zusammenhänge unseres Konsums mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in Afrika, Lateinamerika und Asien sind vielfältig. Erst, wenn die globalen Verknüpfungen des eigenen Lebens erkannt sind, kann sich ein Interesse an den globalen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verflechtungen entwickeln und stellt sich die Frage nach solidarischen Handlungsalternativen für eigene Konsum- und Produktionsmuster. Wir bieten Zugänge zu diesen Lernprozessen mit folgenden Angeboten:

 
Jacke wie Hose

Ein weltweites Netz internationaler Arbeitsteilung prägt heute den Textil- und Bekleidungsmarkt und macht auch für Jugendliche kaum noch nachvollziehbar, wo und wie die Kleidung hergestellt wird, die sie am Leib tragen. Die Ausstellung „Jacke wie Hose“ dokumentiert den Prozess der Verlagerung der Textilindustrie in Billiglohnländer, den weiten Weg unserer Kleidungsstücke vom Rohstoff bis zur Endfertigung, die miserablen Arbeitsbedingungen in den Weltmarktfabriken Mittelamerikas und Südostasiens, die entwicklungs-politisch schädlichen Auswirkungen unserer Altkleider-exporte in afrikanische Länder. Mit der Anbindung an die europaweite „Kampagne für Saubere Kleidung“ zeigt sie auch Handlungsmöglichkeiten auf.

 
Blumenwelten

In der Ausstellung Blumenwelten begegnen Sie Menschen, die Blumen kaufen, sie produzieren. Sie blicken auf Blumenfelder in Deutschland, aber auch in Gewächshäuser in Kenia, Kolumbien oder Ecuador. Die blühenden Geschäfte und die wenig rosigen Arbeits-bedingungen werden dargestellt. Am Markt-stand erfahren Sie, welchen Beitrag jeder leisten kann, um ökologischere und soziale Anbaumethoden zu unterstützen.

Dokumentation

 

Entwicklungsland D

Schon der Titel setzt auf die Umkehrung traditioneller Sichtweisen hierzulande. Entwicklungsländer – das sind im globalen Maßstab gesehen nicht (nur) jene Länder des sog. „Unterentwickelten“ Südens. Unter dem Gesichtspunkt einer lebenswerten Zukunft für alle Menschen auf unserem Planeten ist es gerade unser hochentwickeltes Land: Deutschland, das sich entwickeln und verändern muss. Die Ausstellung macht dies mit ihren verblüffenden und provozierenden Text-Bild Aussagen und Installationen deutlich und lädt damit ein, über unsere Lebensweise nachzudenken.

Dokumentation

 
Ay Ay Ay Café

Teatro Vivo/Guatemala
Carmen Samayoa nimmt die Jugendlichen als Kaffeebohne mit auf eine Reise in ferne Länder und gibt dabei ihr Wissen über den Weltmarkt-krimi, in dem die Plantagen-besitzer in den ehemaligen Kolonien das große Geld gemacht haben weiter. Wie der Kaffee mit seinem Geschmack und seinen Wirkungen von Arabien aus die Gaumen der Menschen in der ganzen Welt erobert hat ist ein historischer Ausflug der Kaffeebohne. Ein Schauspiel mit Klängen, Gerüchen und Musik.

Dokumentation

 

 

Energiewende - ein Bündnis zwischen den Welten
Erdölvorkommen werden in der Regel mit Reichtum assoziiert. Doch wer profitiert tatsächlich von dem „schwarzen Gold“? Im Amazonasregenwald - besonders Kolumbien, Ecuador, Venezuela, Peru - wird seit langem Eröl und Erdgas gefördert. Im Zuge der Erdölgewinnung wird selten Rücksicht genommen auf Mensch und Umwelt: In einigen Fällen sind ganze indigene Kulturen durch die Zerstörung des Lebensraumes gefährdet, zudem werden riesige Flächen des Regenwaldes vernichtet und sein sensibles Gleichgewicht bedroht.

In der Ausstellung werden Fallbeispielen aus Lateinamerika aufgezeigt. Außerdem wird die Ausstellung die Themen Auslandsverschuldung und Treibhauseffekt anschaulich zu Amazonien in Beziehung bringen.

Ein wichtiger Baustein der Wanderausstellung ist darüber hinaus das Aufzeigen von Handlungsoptionen: Hier reicht das Spektrum von der direkten Unterstützung indigener Gemeinschaften bis zum Einsatz von Energiesparmaßnahmen in unserer „entwickelten“ Gesellschaft.

Verleih ab Juni 2004 in Kooperation mit Vamos e.V.

 
 
Fair Play in der Sportbekleidungsindustrie
Passend zum „Sportjahr 2004“ mit Fußball EM und Olympiade präsentiert Vamos e.V. eine neue Ausstellung zu den Hintergründen der Sportbekleidungsindustrie. Sport verbindet Welten. Millionen Sportbegeisterte in aller Welt verfolgen die Erfolge ihrer Sportidole bei der Fußball EM und Olympia 2004 und der Fußball WM 2006. Im Vorfeld großer Sportereignisse ringen die großen Sportartikelhersteller um die Gunst der Käufer. adidas, nike und Co. investieren gigantische Summen in Marketing und Werbung . Gespart wird bei den Löhnen der ArbeiterInnen in den weltweiten Produktionsindustrien.

Die geplante Ausstellung präsentiert die andere Seite der Medaille: In Nicaragua, Indonesien oder China schuften die ArbeiterInnen oftmals unter unmenschlichen Bedingungen für einen Hungerlohn. Die neue Ausstellung von Vamos wirbt mit Informationen, Exponaten und spielerischen Elementen für ein Fair Play für alle besonders auch für die ArbeiterInnen in den Weltmarktfabriken. Sportfreunde und interessierte KäuferInnen erfahren, wie sie sich für weltweite Fairness einsetzen können.

Verleih ab November 2004 in Kooperation mit Vamos e.V.