ZIVILCOURAGE LEBEN! - BEISPIEL GEBEN

 
Die Auseinandersetzung mit Idolen und Vorbildern sind noch immer prägende Prozesse für Jugendliche und junge Erwachsene. Die Begegnung mit Menschen wie Denis Goldberg und/oder mit einem Mythos wie Ché kann die Auseinandersetzung darüber, wie jede und jeder sich selbst in die Gestaltung eines offenen und solidarischen Miteinanders einbringen möchte, beflügeln.
 
Lutz van Dijk
Überall auf der Welt. Coming-out-Geschichten

 
Das Buch

Was die anderen Kinder meinten, wenn sie ihm „Hellblauer“ hinterherriefen, verstand Andrej nicht so recht. Erst als er sich auf der Oberschule in Igor verliebte, lernte er, dass man in Rußland die Schwulen so nennt. Später gründete er in Moskau das lesbisch-schwule „Dreieck Center".

Nezha spielte immer mit den Jungen auf der Straße, auch wenn ihr großer Bruder das gar nicht gerne sah. Um mit ihrem Frauenteam im größten Fußballstadion von Casablanca spielen zu dürfen, musste sie die Erlaubnis eines Kadi einholen. Heute lebt sie mit ihrer jüdischen Lebensgefährtin in den Niederlanden.

Andrej und Nezha sind zwei von zwölf Jugendlichen und Erwachsenen, die Lutz van Dijk in Überall auf der Welt zu Wort kommen lässt. Ihre authentischen Coming-out-Geschichten führen in Länder, in denen Lesben und Schwulen immer noch Unterdrückung und schlimmstenfalls die Todesstrafe droht. Sie sind rührend und erschütternd, aber auch tröstlich und komisch und machen Mut, selbstbewusst lesbisch und schwul zu leben.

Der Autor

Lutz van Dijk, Dr. phil., geboren in Berlin, nach einigen Jahren als Lehrer in Hamburg Zweitstudium der Geschichte u.a. in Israel, 1992-1999 Mitarbeiter der Anne Frank Stiftung in Amsterdam. Seine Bücher für Erwachsene und Jugendliche wurden in viele Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Jugendliteraturpreis von Namibia 1997 und dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2001. Er lebt und arbeitet heute in Amsterdam und Kapstadt. Im Herbst 2003 erschien im Querverlag sein Buch „Einsam war ich nie. Schwule unter dem Hakenkreuz 1933-1945“.

Veröffentlichungen (Auswahl): At Home in Amsterdam. Portraits of Gay Men from All over the World (1998), Township Blues (2000), Homosexuelle. Zwischen Todesstrafe und Emanzipation (2000), Verdammt starke Liebe. Die wahre Geschichte von Stefan K. und Willi G. (2001), Einsam war ich nie. Schwule unter dem Hakenkreuz 1933-1945 (Querverlag 2003)

 
Denis Goldberg liest            [auch in Englischer Sprache]

Autobiografische Notizen
Bereits in seiner Kindheit, in seinem Elternhaus und seiner Schulzeit sind die Wurzeln gelegt für sein beeindruckendes konsequen-tes späteres Engagement für die absolute Gleichberechtigung aller Menschen, jenseits von Hautfarbe, Religion und Geschlecht. Ungebrochen setzte er sich auch nach seiner Entlassung aus der Haft im Londoner Exil für die Abschaffung der Apartheid ein. Seit Sommer 2002 hat DENIS GOLDBERG seinen Wohnsitz wieder nach Südafrika verlegt, arbeitet dort als Berater der südafrikanischen Regierung und betreut die Hilfsprojekte seines Vereins Community H.E.A.R.T. Somit ist DENIS GOLDBERG als großartiger Redner zugleich ein äußerst interessanter Gesprächspartner zur aktuellen Situation in Südafrika.

Nelson Mandela - Der lange Weg zur Freiheit

Als einer der Aktivisten der vom ANC geführten Congress-Bewegung und als Techniker des militärischen Flügels des ANC „Umkhonto we Sizwe“, kann DENIS GOLDBERG eine Lesung aus dem Buch von Nelson Mandela als dessen Mitstreiter mit eigenen Erinnerungen bereichern.

Tim Jenkin - Vor uns die Freiheit

Ein Bericht über Südafrikas sensationellsten Gefängnisausbruch unter der Apartheid. Unter den drei Geflohenen ist auch Tim Jenkin, der sich als weißer Südafrikaner gewaltfrei gegen Rassentrennung und die Benachteiligung schwarzer Mitbürger einsetzt. Für dieses Engagement wird er zu einer hohen Haftstrafe verurteilt. In seinem Buch erzählt er authentisch und mitreißend von seiner Zeit im Gefängnis und einer spektakulären Flucht, die niemand zuvor für menschenmöglich hielt.
Ergänzt wird dieser spannende Bericht durch die Erinnerungen von DENIS GOLDBERG, seinem Mitgefangenen, der damals in Pretoria zurückbleiben musste.

 
Chè

 Ist Ché tot ? Was machte ihn zum Mythos? War er ein Irrer, ein neugeborener Christus, ein Popstar, ein Abenteurer? Das Stück „Ché“ ist eine Produktion des Informationsbüro Nicaragua, das von dem kubanischen Regisseur Eddy Socorro und dem Schauspieler Olaf Reitz umgesetzt wird. Es thematisiert die Motivationen politischen Handelns, behandelt die Frage nach Utopien, Sinn und dem Streben nach Veränderung. Dabei geht es von der Person, dem Leben und Werk Ché Guevaras aus, nimmt ihn als Bezugspunkt, aber bleibt nicht bei ihm stehen.

 

 

Dokumentation unter www.ekg-essen.de unter Projekte und Aktionen, "Idole, Ideale..."